Scrypt Cloud Mining – technische Grundlagen

Scrypt Cloud Mining ist ganz einfach die Beteiligung an der Rechenpower eines Cloud Mining Anbieters, bei dem jedoch ausschließlich Kryptowährungen geschürft werden, die auf der Scrypt-Verschlüsselungstechnik beruhen. Diese Verschlüsselung von Inhalten nennt sich Kryptografie. Es handelt sich um eine Art Geheimschrift, die nur von einem Empfänger ausgelesen werden kann, der weiß, wie es geht. Bereits im 2. Weltkrieg (eigentlich in allen Kriegen) wurde unterschiedliche Verschlüsselungstechnik genutzt, um wichtige Informationen (auch durch feindliches Gebiet) zu überbringen. Das Problem: Kennt der Feind die angewandte Technik, also den „Schlüssel“, so ist die Nachricht auch für ihn lesbar. Daher wird immer daran gearbeitet, Verschlüsselungen schwerer entschlüsselbar zu machen.

Heutzutage werden viele Informationen über das Internet verbreitet, und da es sich dabei um wichtige Dinge handelt, müssen auch diese vor fremden Augen abgesichert werden. Die Kryptografie wurde hier als erstes eingesetzt, um Passwörter zu verschlüsseln. Doch da auch die Computer immer schneller hinter einfache Verschlüsselungen kommen, müssen hier immer neue Verfahren entwickelt werden. Die Kryprowährungen basieren auf dem gleichen Prinzip. Wir möchten Ihnen aufzeigen, wo die Vor- und Nachteile bei der Verschlüsselung mit Scrypt liegen.

Warum wird für Litecoin eine andere Verschlüsselung genutzt als für den Bitcoin?

So ganz stimmt das gar nicht, auch beim Bitcoin gibt es inzwischen eine weitere Hard Fork, die den Bitcoin-Scrypt zur Folge hatte. Der neue Client löste also den bisherigen Hash-Algorithmus von Bitcoin, SHA-256 (Secure Hash-Algorithm) ab und nutzt seither den Scrypt-Algorithmus. Bisher ist die neue Währung jedoch nicht besonders erfolgreich.

Doch die Frage ist zunächst, warum die Entwickler überhaupt auf SHA-256 gesetzt haben. Die Antwort ist einfach: Sicherheit. Während symmetrische Verschlüsselungen nur darauf setzen, nicht von fremden Augen entziffert zu werden, können asymmetrische Verschlüsselungen auch verhindern, dass eine Nachricht „gefälscht“ wird. Das Stichwort ist „Signatur“. Asymmetrische Verschlüsselung nutzt daher immer zwei Schlüssel, einen „öffentlichen“ und einen „privaten“. Während der öffentliche Schlüssel dafür genutzt werden kann, eine Nachricht zu entziffern, wird der private Schlüssel benötigt um den Absender eindeutig nachzuweisen.

SHA-256 ist eine solche asymmetrische Verschlüsselung und wird genutzt, um die Transaktionen bei Bitcoin als einen kurzen Hashcode zu speichern, zu signieren und an die Blockchain anzuhängen. Die Methode ist jedoch enorm rechenintensiv. Während zunächst noch handelsübliche Privatcomputer dafür ausreichten, haben findige Nutzer herausgefunden, dass mehr Rechenpower auch bedeutet, mehr Blöcke zu schürfen. Steigende Power im Netzwerk bedeutet aber auch eine Erhöhung der Schwierigkeit für die Berechnungen, damit weiterhin sichergestellt ist, dass nur ca. alle 10 Minuten ein neuer Block fertig wird. Daraus entwickelten sich die ASIC-Mining-Rigs, die ausschließlich für das Mining nutzbar sind.

Die Kritiker dieser Methode wandten nun ein, dass diejenigen mit hohen finanziellen Möglichkeiten auch Vorteile haben, neue Bitcoin zu schürfen.

Litecoin wurde hauptsächlich aufgrund der langen Transaktionszeiten beim Bitcoin geschaffen, man wollte eine schnellere Alternative etablieren. Um die Zentralisierung zu vermeiden, die bei Bitcoin bereits langsam eingetreten war, setzte man bei der Auswahl der verwendeten Verschlüsselung hier allerdings nicht auf die SHA-256-Methode, sondern auf Scrypt. Dieses Verfahren bietet die Möglichkeit, statt ausschließlich die GPU oder CPU, ganz besonders den Arbeitsspeicher zu belasten und die Zugriffszeiten zu steuern. Deshalb können die bisherigen ASIC-Miner nicht genutzt werden. Scrypt gilt als potenziell unsicherer als SHA-256, da aus den jeweiligen Zugriffszeiten auf den Arbeitsspeicher auf bestimmte Passwörter geschlossen, bzw. diese ausgeschlossen werden können. Dies erleichtert eine Brute-Force-Attacke, da weniger potenzielle Passwörter (Wörterbuchangriff) ausprobiert werden müssen. Dennoch gilt Scrypt unter den derzeitigen technischen Voraussetzungen immer noch als sicher.

Allerdings wurden bereits 2014 die ersten modifizierten ASIC-Miner für Scrypt eingesetzt, und schaut man sich die Entwicklung der Difficulty einmal im Chart an, hat sie sich im Jahr 2017 enorm vervielfacht. Das Solo Mining in den eigenen vier Wänden ist somit, ähnlich wie bei den meisten anderen Kryptowährungen, nicht mehr rentabel.

Allerdings gibt es auch für Scrypt einige Cloud und Pool Mining Anbieter, denen man sich anschließen kann, um dennoch eigene Coins zu schürfen. Die bekanntesten sind auch für das Scrypt Cloud Mining Hashflare.io und Genesis Mining.

Allerdings gibt es auch für Scrypt einige Cloud und Pool Mining Anbieter, denen man sich anschließen kann, um dennoch eigene Coins zu schürfen. Die bekanntesten sind auch für das Scrypt Cloud Mining Hashflare.io und Genesis Mining.Neben Litecoin beruhen auch die folgenden bekannteren Kryptowährungen auf Scrypt:

  • Dogecoin
  • Verticoin
  • YaCoin
  • Gridcoin